Make-up Make-up Tipps

Uuuups … Die besten Tipps gegen Beauty-Pannen

26. Oktober 2016
Make-up-Pannen

Wer kennt sie nicht –  diese völlig überflüssigen Ups-Momente im Leben einer Frau? Selbstverständlich erwischen sie einen immer dann, wenn man sie am allerwenigsten gebrauchen kann. Lippenstift auf den Zähnen (entdeckt direkt nach der wichtigen Präsentation vor allen Kollegen), ein fieser Pickel mitten auf der Nase (natürlich kurz vorm Rendezvous des Jahrhunderts) oder eine dicke Macke im Nagellack (logischerweise dann, wenn null Zeit zum Neulackieren bleibt).

Uuuups …  In solchen Situationen wünsche ich mir meist einen Ganzkörper-Concealer, der mich binnen Sekunden unsichtbar werden lässt. Oder wahlweise ein Ticket ins Beauty-Nirvana.

In Erfüllung gegangen ist bislang keiner dieser beiden Wünsche. Hilft also nur: kreativ sein! Gottlob habe ich mittlerweile ein kleines Repertoire an SOS-Plänen in petto. Meine persönlichen Top 10 der blödesten Beauty-Pannen und die entsprechenden ANTI-UPS-Strategien stelle ich euch hier vor:

1. Pickel-Alarm:

Surprise, surprise – die schlimmsten Pickel sprießen immer dann, wenn es uns so gar nicht in den Kram passt. Kurz vorm Date mit der neuen Flamme zum Beispiel. Wer jetzt anfängt zu quetschen, macht die Sache nur noch schlimmer. Also: Finger weg und lieber einen Concealer verwenden. Ein paar richtig gute Exemplare habe ich euch in meinem Beitrag „Kleine Undercover-Agenten im Einsatz“ ja bereits vorgestellt. Ich persönlich verwende gerne den Studio Finish Concealer von MAC, der mir selbst nach einer Laserbehandlung immer gute Dienste leistet.

2. Foundation-Überdosis:

Die Haut unter einer dicken Foundation-Decke zu begraben, sieht selten gut aus. Achtung, der Maskeneffekt-Alarm droht besonders gerne dann, wenn wir die Foundation mit den Fingern auftragen. Besser: Ein Schwämmchen wie das von Douglas Make-up verwenden – so zieht sie nämlich besser ein und die Menge lässt sich leichter dosieren. Ist es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen zur Überdosis gekommen: nicht versuchen, die Überschüsse durch Einreiben verschwinden zu lassen, sondern sie lieber vorsichtig mit einem Taschentuch abtupfen.

3. Panda-Augen:

Hilfe, der Mascara hat sich verlaufen und ist mal wieder dahin gewandert, wo er definitiv NICHT hingehört: unter die Augen. Kann daran liegen, dass die Haut durch die Pflege leicht fettig ist und die Farbe anlöst. Ich trage vorm Tuschen daher immer einen Hauch transparenten Puder – zum Beispiel MAC Prep + Prime – direkt unterhalb der unteren Wimpern auf.

4. Lippenstift auf den Zähnen:

Diese Panne lässt sich recht zuverlässig vermeiden. Nach dem Auftragen erst kurz ein Kosmetiktüchlein küssen, um überschüssige Farbe zu entfernen. Dann das Tuch über den Mund legen und die Lippen wieder mit Transparentpuder leicht abpudern. Das beugt nicht nur Lippenstiftspuren auf den Zähnen vor, sondern macht die Farbe auch insgesamt haltbarer. Extratipp: Zusätzlich mit einem Finger über die Lippeninnenseite streichen, um auch dort eventuelle Farb-Überschüsse zu beseitigen.

5. Lidschatten in der Lidfalte:

Einmal nicht brav gewesen und die Base vergessen – schwupps, schon macht es sich der Lidschatten in der Lidfalte gemütlich. Glücklicherweise lässt sich dieses kleine Make-up-Malheur gut korrigieren. Einfach Augen schließen und die verirrten Farbpigmente mit dem Finger sanft verteilen und eventuell etwas eintupfen. Gegebenenfalls noch einen Hauch transparenten Puder verwenden, um die Übergänge zwischen verschiedenen Farben wieder abzusoften.

6. Verunglückter Lidstrich:

Hier gibt es wenig zu beschönigen – ein schiefer oder unsymmetrischer Lidstrich sieht einfach nicht schick aus. Ich habe mir daher angewöhnt, immer mit einem schmalen Lidstrich zu beginnen. Kleine Missgeschicke kann ich also einfach ausgleichen, indem ich die Linie breiter nachziehe. Für Lidstrich-Neulinge oder bei nervösem Händchen (zum Beispiel vorm Bewerbungsgespräch) bietet sich auch die Punkt-zu-Punkt-Methode an: Einfach ganz dicht am Wimpernkranz kleine Punkte setzen und diese danach zu einer Linie verbinden. Das gelingt eigentlich immer.

Übrigens: Es gibt mittlerweile sogar spezielle Eyeliner für die Punkt-zu-Punkt-Strategie – einer davon ist der 3-Dot Liner von Clarins.

7. Rouge-Overload:

Ein Hauch von Frische ist super. Zu viel Farbe auf den Wangen aber ist immer ein Stil-Fauxpas. Klar, das wissen wir – und doch hat fast jede von uns schon mal zu tief ins Farbtöpfchen gegriffen. Jetzt nicht versuchen, das Rouge einfach abzuwischen. Das ruiniert im Zweifel nur das komplette Make-up. Lieber ein Kosmetiktuch auf die Haut drücken und so schon mal alle losen Pigmente entfernen. Danach transparenten Puder auftragen, denn der nimmt der verbliebenen Farbe zusätzlich Intensität

8. Nervige Nagel-Pannen:

Man sagt ja, aus Erfahrung wird man klug. Ich offenbar nicht. Meine Nägel lackiere ich grundsätzlich auf den letzten Drücker und mackenfreies Trocknen hat bei mir Seltenheitswert. Für einen erneuten Anlauf fehlt natürlich grundsätzlich die Zeit. Mit derselben Farbe noch mal drüber zu pinseln, bringt auch nicht viel. Erstens sieht man die Dellen weiterhin und zweitens fängt die Trockenzeit von vorne an. Mein Retter in der  Not: einer dieser Lacke mit ganz vielen Glitter- oder anderen Effekt-Pigmenten wie dieser von L’Oréal. Die trocknen rasend schnell und und gleichen Macken durch ihre Pigmente optisch aus.

Schaffe ich es doch mal, meine Nägel makellos durch die Trockenzeit zu bringen, liegt das meist daran, dass ich eiskalten Einsatz gezeigt habe. Versucht es doch auch mal: einfach die Nägel nach dem Lackieren etwa zwei Minuten in ein Glas mit Eiswasser halten. Das lässt den Lack schneller trocknen.

Übrigens: Falls ein Nagel einreißt, kenne ich kein Pardon, sondern klebe einfach ein kleines Stück transparenten Klebestreifen darüber, den ich durch mehrfaches Drüberstreichen gut andrücke. Das sieht man kaum, verhindert aber, dass der Nagel weiter einreißt.

9. Selbstbräuner-Schock:

Die neue Generation von Selbstbräunern ist wirklich, wirklich gut. Flecken und Streifen, wie wir sie von früher kennen, haben mittlerweile Seltenheitswert. Und trotzdem: Manchmal ist das Ergebnis doch nicht so schön, wie wir es uns erhofft haben. Glücklicherweise gibt es einige Tricks, wie wir die künstliche Bräune schnell wieder loswerden. Felix hat euch in diesem Beitrag verraten, wie es funktioniert.

10. Bad-Hair-Days:

Bad-Hair-Days hab ich überproportional häufig. Wenn es wirr und strohig zugeht, ist der ikoo e-styler ein echter Retter in der Not. Daniela hat die elektrische Glättbürste für euch getestet. Wie begeistert sie ist, lest ihr hier. Sollte es an Volumen fehlen, schaut euch einfach meinen Beitrag „Voluminöse Tipps für maximale Haarfülle“ an. Und wenn mal wirklich so gar nix geht: Setze ich Mütze, Kappe oder Sonnenhut auf und hoffe auf den nächsten Tag.

So, das waren sie – meine Top 10 der alltäglichen Beauty-Pannen und die entsprechenden Don’t-panic-Pläne. Habt ihr weitere Ups-Momente und passende SOS-Strategien auf Lager? Wenn ja: her damit!

Viele Grüße

Nina

 

Helfer in der Not

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4 Kommentare

  • Antworten Ivalina 16. November 2016 at 14:14

    Liebe Nina,

    super Strategien. Den Tipp mit dem transparenten Klebestreifen finde ich sehr pfiffig, da ich sehr brüchige Nägel habe. Und ein Tipp von mir zum Schnelltrocknen der frisch lackerten Nägel – ich tauche sie nicht ins Eiswasser, sondern in Essig. Die Nägel trocknen in Sekunden und die Farbe hält dadurch länger.

    • Nina
      Antworten Nina 16. November 2016 at 14:57

      Hallo Ivalina!
      Die Essig-Methode kannte ich bislang tatsächlich noch gar nicht. Ich werde es aber bei nächster Gelegenheit testen.
      Vielen Dank für den Tipp und bis bald
      Nina

  • Antworten KaNo 27. Oktober 2016 at 22:29

    Hallo liebe Nina,
    vielen lieben Dank für Deine sehr interessanten Anti-Ups-Strategien. Ich muss gestehen, dass ich wieder etwas gelernt habe und womit ich mein Make-up ergänzen sollte. Ein transparenter Puder muss her.
    Was das Nägellackieren betrifft, so habe ich mit Base- und Topcoat immer meine Probleme. Beziehungsweise habe ich den Eindruck als bräuchte der Trockenvorgang erst richtig lange, also verzichte ich drauf. Damit der Lack trotzdem schnell trocknet (ich kann meine Finger nicht stillhalten, oder bin zu ungeduldig) verwende ich sehr gerne den „Drop Dry“ von Douglas.
    Viele liebe Grüße und ein schönes Wochenende – KaNo

    • Nina
      Antworten Nina 28. Oktober 2016 at 11:04

      Hallo KaNo!
      Ich freu mich, dass ein paar der Tipps für dich interessant waren. Und ja: Ein transparenter Puder ist wirklich ein totales Multitalent, das Frau auf jeden Fall besitzen sollte.
      Dir auch ein schönes Wochenende und ganz herzliche Grüße
      Nina

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