Frisuren Haare

Bäm! Bäm! Boxer-Braids!

29. April 2016
Boxer-Braids beim Sparring

Bäm, bäm, bäm … Rechte Gerade, linker Haken, rechte Gerade – und dabei möglichst die Deckung nicht vergessen! Eigentlich trainiere ich ja das Selbstverteidigungs-System Krav Maga – aber Boxen gehört bei uns zum Pflichtprogramm. Ich gebe zu: Ein Weltmeister werde ich in dieser Disziplin wohl nicht mehr, aber dank meiner Boxer-Braids sehe ich beim Sparring wenigstens mal weltmeisterlich aus.

Boxen erfreut sich seit einiger Zeit übrigens großer Beliebtheit. Selbst Promis tauschen die Yoga-Matte gegen Mundschutz und Bandagen. War also nur eine Frage der Zeit, bis es auch die sportliche Frisur vom Ring auf den Laufsteg schafft. Et voilà, schon längst geschehen – die Boxer-Braids zieren bereits seit einiger Zeit zahlreiche VIP-Häupter. I like it – und schließe mich dem Frisurentrend an! Im Alltag sehen die eng geflochtenen Zöpfe nämlich total süß und feminin aus, beim Boxen schützen sie mein Haar.

Ich gestehe: Im Vorfeld habe ich befürchtet, dass die Boxer-Zöpfe meine Styling-Fähigkeiten übersteigen würden. Feinmotorisch bin ich leider nur so semigut veranlagt – und ungeduldig bin ich obendrein (beides genetisch bedingt – danke, Papa). Aber ich versichere euch: Mit ein wenig Übung schafft das jeder. Ich bin mittlerweile sogar richtig flott in Sachen Flechten – und spare unterm Strich enorm viel Zeit. Boxer-Braids im Büro, Boxer-Braids beim Training, Boxer-Braids am Abend zum Ausgehen – und im Zweifel sogar mit Boxer-Braids ins Bett (selbst am nächsten Morgen sehen sie – wenn gut geflochten – immer noch tipptopp aus). Wenn ich will, muss ich mir also zwei Tage lang keinerlei Gedanken über meine Frisur zu machen. Bürste? Brauch ich nicht! Bad-Hair-Days? Waren gestern!

Nina mit Boxer-Braids

Aber genug geschwärmt und zur Sache: Wie flechtet man Boxer-Braids? Eigentlich ganz einfach. Wer einen „French Braid“ – also einen traditionellen „Bauernzopf“ – flechten kann, der ist bereits bestens vorbereitet. Aber Achtung: Bei den Boxer-Braids wird von unten nach oben und nicht – wie bei der französischen Variante – von oben nach unten geflochten.

In 3 Schritten Boxer-Braids flechten:

Schritt 1:
Zu Beginn zieht ihr einen möglichst präzisen Mittelscheitel von der Stirn bis in den Nacken und teilt die Haare auf diese Weise in zwei Partien. An der Präzision arbeite ich noch, daher habe ich mir jetzt den Stielkamm von Hercules Sägemann bestellt. Die eine Seite bindet ihr am besten locker mit einem Haargummi zusammen, damit ihr nicht versehentlich Haare von links für den rechten Zopf verwendet (oder umgekehrt). Ich nehme dafür gerne eines von Papanga.

Schritt 2:
Jetzt beginnt ihr mit dem Flechten des ersten Zopfes. Nehmt dafür einfach drei Strähnen am Oberkopf und flechtet vom Gesicht aus nach unten zum Nacken hin. Dabei nehmt ihr jedes Mal – wie beim French Braid auch – eine Strähne hinzu und integriert sie in den Zopf. Nicht vergessen: immer von unten nach oben flechten. Wenn ihr die Boxer-Braids richtig schön sporttauglich machen wollt, achtet darauf, dass ihr nah an der Kopfhaut und möglichst eng flechtet.

Schritt 3:
Wenn ihr im Nacken ankommt, flechtet ihr den Zopf einfach ganz normal weiter und bindet ihn unten mit einem Haargummi zusammen. Danach wird das Ganze mit der anderen Seite wiederholt, so dass am Ende zwei Zöpfe euren Kopf zieren. Für ein perfektes Finish würde ich zum Schluss ein Fixierspray wie das von ghd verwenden. Wer mag, kann beim Sport die beiden Zopfenden im Nacken mit einem weiteren Haargummi zusammenbinden – dann fliegen Euch die Zöpfe selbst beim High-Impact-Training nicht um die Ohren. Nutzt dafür doch mal die raffinierten „Ponytail Elastic“-Gummis von „Whirl a Style“.

 

Extra-Tipp: Braids „blind“ flechten

Eine Kollegin hat mir den Tipp gegeben, die Zöpfe mit geschlossenen Augen zu flechten. Ich habe es ausprobiert und festgestellt: Das funktioniert tatsächlich besser, als wenn man die ganze Zeit gebannt in den Spiegel starrt. Ich wähle also nur meine ersten drei Strähnen mit Blick in den Spiegel aus. Danach schließe ich die Augen und flechte nach Gefühl.

So Beautys, wenn ihr genauso begeistert vom neuen Frisurentrend seid wie ich, dann flechtet am besten direkt los. Und wer Lust hat, sich auch mal am neuen Trendsport der Promis auszuprobieren: Boxen macht Spaß, gibt mächtig Kondition und formt obendrein die Figur.

Viel Spaß beim Flechten und bleibt fit

Eure Nina

Styling-Helfer

Ähnliche Beiträge

2 Kommentare

  • Antworten Brigitte 29. April 2016 at 12:26

    Hallo Nina,

    Deine Boxer-Braids stehen Dir sehr gut! Ich besuche regelmäßig die Body-Combat-Kurse von Les Mills, welches verschiedene Kampfsportarten, auch Boxen, verbindet. Ist seeeehr anstrengend, aber ein effektives Kraft-Ausdauer-Training. Danach weiß ich, was ich getan habe, fühle mich aber pudelwohl. Bei mir reicht z. Zt. bei meinem langen Haar ein Pferdeschwanz, der sich aber im Laufe des Kurses schon mal in seine Bestandteile auflöst….. Werde mir mal den Ponytail Elastic ansehen …. Bis ich mir diese Boxer-Braids vor dem Kurs geflochten habe, dürfte der wohl gelaufen sein, zu dem in meinem Alter (52) etwas sehr girly wirken.
    Sportliche Grüße
    Brigitte

    • Nina
      Antworten Nina 29. April 2016 at 13:15

      Hallo, liebe Brigitte!

      Vielen Dank für deinen Kommentar. „Body-Combat-Kurs“ hört sich in der Tat nach Auspowern an 😉 Falls du das „Ponytail Elastic“-Haargummi einem Praxistest unterziehst, lass uns doch mal wissen, wie es sich bei einem derart bewegungsintensiven Training bewährt hat.

      Sportliche Grüße zurück
      Nina

    Einen Kommentar schreiben

    Bei der Nutzung der Kommentarfunktion werden personenbezogene Daten erhoben, gespeichert und verwendet. Nähere Informationen zum Umgang mit Ihren personenbezogenen Daten finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.