Pflege

Eine glatte Angelegenheit – das richtige Peeling finden

2. Dezember 2015
Nature ME Peeling

Samtig weiche Haut, feine Poren und ein ebenmäßiges Hautbild. Wer wünscht sich das nicht? Aber leider kann auch das beste Make-up keinen perfekten Teint zaubern, wenn der „Untergrund“ uneben ist. Besonders in der der kalten Jahreszeit sorgt der ständige Wechsel zwischen eisigen Außentemperaturen und warmer Heizungsluft bei mir dafür, dass sich meine Haut von ihrer trockenen, schuppigen und rauen Seite zeigt.
 
Für die schnelle SOS-Hilfe mit sofort sichtbaren Ergebnissen sorgt jetzt ein Peeling:
Peelings entfernen auf verschiedene Weise oberflächliche, trockene Hautschüppchen und raue Stellen. Feine Linien und Fältchen verlieren an Tiefe, die Poren wirken feiner und der Teint erscheint insgesamt glatter, weicher und ebenmäßiger. Gleichzeitig wird durch die „Arbeit“ an der Oberfläche die Durchblutung angeregt und so die Regenerationsfähigkeit der Haut gefördert. Der Teint wirkt frisch, gepflegt und vitalisiert.
Auch bei unreiner und zu Mitessern und Pickeln neigender Haut kann regelmäßiges Peelen zu einer Verbesserung des Hautbildes beitragen. Denn oft gehen diese Hauterscheinungen mit einer übermäßigen Verhornung der oberen Hautschicht einher, die dafür sorgt, dass sich die Talgdrüsenausgänge verengen und der natürliche Talgabfluss behindert wird. Dieser Porenverengung kann durch die richtige Behandlung gezielt entgegen gewirkt werden.
 

Welches Peeling passt zu mir?

 
Die Produktpalette auf dem Markt ist riesig. Entscheidend bei der Suche nach dem richtigen Peeling ist der individuelle Hautzustand, denn dieser bestimmt, welche Produktart am besten geeignet ist. Ob nun ein mildes Gesichtspeeling auf Cremebasis oder ein intensives Reinigungspeeling das richtige ist, muss jeder für sich selbst entscheiden.
Um euch die Suche nach dem passenden Produkt zu erleichtern, habe ich euch einen kleinen Überblick über die wichtigsten Unterschiede zusammengestellt. Grundsätzlich lassen sich die folgenden Wirkungsweisen unterscheiden.
 

Wie wirkt ein mechanisches Peeling:

 
Mechanische Peelings setzen auf die abrasive Wirkung (lat. abrasio = Abkratzung) der enthaltenen Peelingpartikel. Durch die oberflächliche Reibung der Partikel werden verhornte Hautschüppchen abgetragen und zurück bleibt ein glattes, weiches Hautgefühl. Gerade bei schuppigen, trockenen Stellen und nichtentzündeten Unreinheiten wie Mitessern eignen sich mechanische Peelings besonders gut und liefern sofort sichtbare Ergebnisse.
Bei mechanischen Peelings ist Partikelform, Größe und Härte entscheidend für die Intensität. Es gilt: je kleiner, runder und weicher die Partikel, desto sanfter das Peeling – je größer, kantiger und härter, desto intensiver.
 

Mikroplastik in Peelings:

 
So überzeugend die Wirkung eines Peelings auch sein mag: Peelingpartikel aus Mikroplastik stellen meiner Meinung nach immer auch eine Belastung für die Umwelt dar. Die kleinen Kügelchen gelangen über die Kanalisation in die Meere, wo sie sich ablagern und von Meerestieren gefressen werden und diesen schaden können. In der Inhaltsstoffangabe erkennt man Plastik-Partikel an Bezeichnungen wie „PE“ (Polyethylen) und „PP“ (Polypropylen).
 

Alternative für Mikroplastik in Beautyprodukten:

 
Wer auf Mikroplastik im Peeling verzichten möchte, ist mit der Wahl eines Naturkosmetik-Produkts auf der sicheren Seite. Die Naturkosmetik verzichtet konsequent auf den Einsatz von synthetischen Stoffen und somit auch auf Mikroplastik. Alternativ wird eine ganze Reihe von naturbasierten Peelingpartikeln verwendet, die keine Belastung für die Umwelt bedeuten und trotzdem zu einem glatten Hautergebnis führen.
Erfreulicherweise haben viele Hersteller die Problematik erkannt und setzen deshalb bei der Partikelwahl auf natürliche Alternativen.
Grobe Zucker- und Salzkristalle eignen sich besonders in Körperpeelings wie dem Urtekram Rose Himalaya Salz Body Peeling. Für milde Gesichtspeelings werden gerne geschrotete Fruchtkerne und Nussschalen eingesetzt. Das Cattier weiße Heilerde-Peeling setzt auf Tonerde, die einen sanften Peelingeffekt liefert und sich besonders bei fettiger Haut eignet.
Den neusten Rohstofftrend in puncto Peelingpartikel findet man beim ELEWA Rooibos Facial Exfoliant: Dieses setzt sogenannte Mikrobeads auf Jojobawachs-Basis ein, die durch die Reibungswärme beim Einmassieren nach und nach schmelzen und somit besonders mild peelen.
Neben der Intensität der Peelingpartikel ist auch die Grundlage des Produkts entscheiden für die Pflegeleistung. Ein Cremepeeling wie das Naobay Moisturizing Peeling mit nährendem Arganöl sorgt bereits wegen seiner emulsionsartige Grundlage während der Anwendung für Rückfettung und Pflege und eignet sich deshalb besonders für trockene, fettarme Hauttypen.
Ein wasserbasiertes Gelpeeling eignet sich hingegen besser für fettige Hauttypen, da auf Ölkomponenten und zusätzliche Lipide verzichtet wird.
Einige Produkte kombinieren den Peelingeffekt mit einer Reinigungswirkung. Auch hier spenden Emulsionsgrundlagen nährende Pflege während der Anwendung, während Peeling-Waschgele auf Tensidbasis (= waschaktive Substanzen) Tiefenreinigung versprechen. Zum Beispiel befreit das Douglas Naturals Gesichtpeeling die Haut dank milder Kokostenside sanft, aber dennoch gründlich von Schmutz und Make-up-Rückständen, während zerkleinerte Argan-Nussschalen für den schonenden Glatt-Effekt sorgen.
 

Wie wirkt ein Enzympeeling:

 
Bei sogenannten Enzympeelings ergibt sich der Effekt aus der Wirkung der enthaltenen Enzyme. Diese lösen ganz ohne Reibung die Verhornung auf, indem sie die Verbindungen der verhornten Zellen sanft lösen. Angeboten wird diese Produktart meist wie beim Kneipp Enzympeeling Puder in Form von Pulver, das frisch mit Wasser angerührt und anschließend auf die Haut aufgetragen wird, denn die enthaltenen Enzyme entfalten ihre spaltende Wirkung erst in Verbindung mit Wasser.

Besonders bei zu entzündlichen Pusteln und zu Akne neigender Haut empfiehlt sich diese Variante eines milden Gesichtspeelings, da keine Reibung notwendig ist und es somit nicht so schnell zu Schmierinfektionen zwischen den Entzündungsherden kommen kann.

Kleiner Tipp: Enzyme wirken besonders gut bei feuchter Wärme. Für das „Dampfbad zu Hause“ einfach sehr heißes Wasser in eine Schüssel geben und den Kopf über die Oberfläche halten.

Auch bei Couperose, Teleangiektasien (Spinnenäderchen) und sehr empfindlicher, feiner Haut eignet sich ein Enzympeeling, da es ohne Druck und somit ohne Belastung für die Gefäße funktioniert. Um hier einer weiteren Gefäßerweiterung zu vermeiden, sollte bei Couperose allerdings auf zusätzliche Wärme verzichtet werden.

 

Wie oft sollte man ein Peeling benutzen?

Wie oft man ein Peeling benutzen sollte, hängt natürlich vom individuellen Hautzustand und der Intensität des Peelings ab. Ich selbst habe eher empfindliche, trocken-fettarme und feuchtigkeitsarme Haut und benutze zwei bis drei Mal die Woche das Argandia Gesichtspeeling Orangenblüte. Arganöl und Sheabutter sorgen für Rückfettung und Pflege, Aloe vera und Bambusextrakt sorgen für die Extraportion Feuchtigkeit. Und das Beste: Als Partikel werden geschrotete Argan-Nussschalen verwendet – das ist nicht nur toll für meine Haut, sondern auch gut für die Umwelt!

Für den Extra-Pflege-Kick gönne ich mir auch von Zeit zu Zeit mal die Syllepse Peeling Mask 37, die die intensive Wirkung einer Maske mit dem glättenden Effekt eines Peelings verbindet.

In diesem Sinne hoffe ich, dass ihr glatt und gepflegt durch den Winter kommt und strahlend schön ins neue Jahr startet.

Habt ihr noch Fragen zum Thema Peeling? Ich freue mich auf den Austausch mit euch! Habt ihr auch eure eigenen Peeling-Methoden? Wir freuen uns über eure Tipps!

Eure Tina von Nature Me

 

Tina von Nature Me
Tina weiß, was drin ist! Eine kleine Vorstellung
 

Das Kleingedruckte auf der Shampoo-Flasche verstehen? Wissen, was in der Creme enthalten ist? Ja klar!

Mein Name ist Tina und kosmetische Inhaltsstoffe und Rezepturen sind meine Leidenschaft. Nach der Ausbildung zur Fachkosmetikerin habe ich durch mein Studium der Kosmetik-Technologie und meiner anschließenden Zeit in der Forschung und Entwicklung eines bekannten Kosmetik-Herstellers einen tiefen Blick hinter die Kulissen der Beauty-Branche werfen können. Das Wissen über Rohstoffe, Produkte, Haut und Haare möchte ich gerne mit euch teilen. Deshalb stehe ich euch auf Nature Me, dem neuen Onlineshop für Naturkosmetik, mit Rat und Tat zur Seite und freue mich sehr, euch auch hier im Blog von douglas.de mit regelmäßigen Gastbeiträgen beraten zu können.

 
Also: Viel Spaß beim Lesen!

 

TINAS LIEBLINGE FÜR EINE STREICHELZARTE HAUT

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2 Kommentare

  • Antworten KaNo 3. Dezember 2015 at 0:17

    Hallo Tina,
    vielen lieben Dank für Deinen sehr informativen und interessanten Beitrag.
    Mein Lieblingsgesichtspeeling ist das von Origins „Ginzing Refreshing Scrub Cleanser“. Es duftet nicht nur gut, sondern prickelt schön auf meiner Haut. Manchmal denke ich, ich hätte dieses knisternde Brausepulver im Gesicht. 🙂
    Ich habe gelernt, dass die nachfolgende Pflege nach dem Gesichtspeeling so noch besser einziehen und seine Wirkung entfalten kann. Gleiches gilt, wenn ich meine Gesichtsreinigungsbürste verwende. Mein Gesicht erstrahlt in neuer Frische und fühlt sich unheimlich glatt und weich an.
    Leider habe ich noch ein Körperduschpeeling mit Mikroperlen in Gebrauch, da ich die winzig geschriebene Inhaltsliste kaum entziffern konnte. Ich werde es dennoch zu Ende benutzen. Als Nachfolger habe ich mir nun eins von Lavera gekauft, welches zu 100% aus natürlichen Stoffen bestehen soll. So tue ich nicht nur meiner Haut etwas gutes sondern auch der Umwelt.
    Während der kalten Jahreszeit verwende ich nach den Peelings eine reichhaltige Bodylotion, da meine Haut sonst zu arg austrocknet. Das sind dann so meine Kuschel-Wohlfühl-Momente, auf die ich nicht mehr verzichten mag.
    Viele liebe Grüße – KaNo

    • Antworten Tina von Nature Me 3. Dezember 2015 at 9:46

      Liebe KaNo,

      Ein großes Dankeschön für Dein Feedback zu meinem Betrag!
      Ich selbst bin auch ein großer Fan von Peelings. Ich finde, dass es kaum ein anderes Produkt gibt, dass so schnell spürbare und vor allem sichtbare Effekte bringt.
      Genau wie Du habe ich immer das Gefühl, dass meine Pflege nach dem Peelen viel besser einzieht. Denn klar: Durch das Abtragen der oberen, verhornten Hautzellen wird die Haut wieder aufnahmefähiger und die Reibung fördert gleichzeitig die Durchblutung.
      Es freut mich zu hören, dass Du Dich für ein Peeling von lavera entschieden hast. Damit kannst Du auf jeden Fall sicher sein, dass kein Mikroplastik im Produkt enthalten ist. Lavera verwendet zum Beispiel im glättenden Duschpeeling Mikrobeads aus Jojobawachs – eine umweltschonende Alternative zu Mikroplastik, die trotzdem tolle Peeling-Ergebnisse liefert!
      Ich wünsche Dir ganz viel Spaß beim Ausprobieren!

      Viele Grüße
      Deine Tina vom Nature Me-Team

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