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Tusch-Time: Welcher Mascara für welche Wimper?

23. Mai 2016
Welche Mascara für welche Wimpern

Er ist Must-have und Mysterium zugleich: der Mascara! Kaum eine Frau, die keinen besitzt – und trotzdem fragen wir uns immer wieder: Welcher Mascara ist der beste für mich?

Die Auswahl ist schier unüberschaubar. Leichte Hilflosigkeit vorm Regal: Welcher Mascara verlängert die Wimpern? Welcher Mascara für mehr Volumen? Welcher Mascara für dichte Wimpern? Welcher Mascara ist gut verträglich? Lieber ein Mascara mit dicker Bürste oder doch eher einer mit Gummibürste?

Wir wollten endlich Klarheit und haben uns mit Ingo Burbach einen echten Spezialisten ins Haus geholt. Der Douglas-Beauty-Experte aus der Kölner Filiale im Hauptbahnhof weiß, worauf es in Sachen Wimpern ankommt und kommt mit vielen tollen Mascara-Tipps im Gepäck.

Neben generellen Empfehlungen gibts für Betty, Elsa, Melanie und Tabea obendrein eine individuelle Wimpern-Beratung. Ein kurzer Blick reicht Burbach völlig aus. Ruckzuck ist die Wimpernbeschaffenheit eingeschätzt und der passende Mascara ausgewählt und aufgetragen. Hier folgt für euch eine kleine Zusammenfassung der Ergebnisse (und unserer Aha-Erlebnisse), damit auch ihr davon profitieren könnt. Wir möchten an dieser Stelle übrigens nichts vertuschen und geben ganz offen zu: Jede von uns hat sich in der Vergangenheit schon ziemlich oft vergriffen.

Betty, Elsa, Melanie und Tabea: Welche Wimperntusche für welche Wimpern?

Betty: Findet ihre Wimpern kurz und fein und kauft Mascara, der verlängert und Volumen gibt. Klarer Fall von Fehleinschätzung! Ihre Wimpern sind lang und dicht. Daher braucht sie einen Mascara, der trennt, separiert und die Wimpern auffächert. Ingo Burbach sucht für Sie Hypnôse Doll Eyes von Lancôme aus. Das Ergebnis: bombastisch! Betty hat einen Augenaufschlag à la Audrey Hepburn. Und dann zückt Burbach noch den neuen Kiss & Curl Mascara von Douglas Make-up. Einer seiner absoluten Lieblinge – besonders, wenn es um die Extraportion Drama geht. Will Betty abends „dick“ auftragen, soll sie damit zusätzlich „Material“ auf die Wimpernansätze geben. Hui, funktioniert ziemlich gut – Bettys Augen funkeln auf einmal so geheimnisvoll …

 

Elsa: Hat relativ dichte, mittellange Wimpern. Damit ist sie ziemlich frei bei der Wahl ihrer Wimperntusche. Ingo empfiehlt: Chanel Inimitable Intense – und zwar in der Farbe Purple. Violett auf die Wimpern? Elsa ist skeptisch. Ingo beruhigt. Das Violett nimmt man nämlich kaum wahr, trotzdem setzt es Elsas blaue Augen perfekt in Szene (klappt bei grünen Augen übrigens genauso gut). Wieder behält der Beauty-Experte recht: Die Wimpern wirken schwarz, die Augen strahlen aber um einiges blauer und intensiver als zuvor. Ein kurzer Blick in den Spiegel und schwupps – schon steht Chanel Inimitable Intense auf Elsas Bestellliste.

 

Melanie: Befindet ihre Wimpern für zu gerade und ist stets auf der Suche nach schwungvollen Tipps. Eine gute Wimpernzange wie die von Artdeco gehört daher zu ihren wichtigsten Make-up-Tools. Soweit, so richtig, aber als Ingo Burbach bei ihr die Zange anlegt, wird schnell klar: Melanie drückt zu fest und zu lange, was meist zu einem unschönen Knick in den Wimpern führt. Burbach hingegen schließt die Zange ganz soft, dafür drei- bis viermal hintereinander. Für besonders haltbaren Schwung darf sie übrigens nach dem ersten Tusch-Durchgang durchaus noch mal eingesetzt werden. Wichtig dabei: Die Wimperntusche muss schon etwas angetrocknet, aber noch leicht feucht sein. Auch jetzt die Zange sanft und mehrfach kurz zusammendrücken, damit kein Knick entsteht und die Wimpern keinen Schaden nehmen. Für Melanies gerade und relativ lange Wimpern empfiehlt Ingo Burbach den Annayake Lengthening Mascara mit Gummi-Bürstchen. Für einen ultragefährlichen Blick am Abend kann sie zusätzlich Lash Queen Fatal Blacks von Helena Rubinstein in die Wimpernansätze geben. Der sorgt für noch mehr Dichte und fixiert den Schwung.

 

Tabea: Verpasst ihren Wimpern immer ordentlich Farbe und Fülle, weil sie ihr zu fein und nicht lang genug erscheinen. Der Tipp des Beauty-Experten sorgt da erstmal für Verwirrung: Tabea soll ab sofort nur noch ihre oberen Wimpern mit Farbe versorgen. Ihre unteren Wimpern sind nämlich länger als die oberen. Sind sie getuscht, wirken ihre Augen kleiner und ihr Blick etwas müde. Also nicht gerade das, was wir Frauen wollen. Ihren oberen Wimpern darf sie dafür ordentlich Dichte und Volumen verleihen. Weil die sowohl fein als auch etwas widerspenstig sind und in Form gebracht werden müssen, rät Burbach zu einer Kombination aus der Mascara-Base Cils Booster XL und dem Mascara Hypnôse Volume-à-porter – beides von Lancôme. Der Effekt ist wirklich verblüffend: Nicht nur Tabeas Augen, ihr gesamtes Gesicht wirkt auf einen Schlag ganz anders. Viel offener, frischer und ausgewogener. Der Tipp, die unteren Wimpern ungetuscht zu lassen, gilt im Übrigen für jeden, der sich einen leichten Lifting-Effekt wünscht. Ab einem bestimmten Alter rät Ingo Burbach sogar allen Frauen dazu, nur noch die oberen Wimpern zu tuschen.

 

Am Ende sind wirklich alle vom Ergebnis begeistert und hätten nicht gedacht, wieviel sie aus ihren Wimpern herausholen können. Und wir wissen jetzt: Den besten Mascara gibt es nicht! Die Frage lautet vielmehr: Welcher Mascara passt zu mir? Also keinesfalls einfach den Mascara-Favoriten der besten Freundin nachkaufen. Was bei ihr super funktioniert, kann bei euch genau das Falsche sein. Außerdem ist es gar nicht so leicht, seine eigenen Wimpern richtig einzuschätzen. Eine persönliche Beratung von einem Beauty-Experten wie Ingo Burbach lohnt sich daher in jedem Fall. Unser Tipp: Geht doch einfach mal in eurer Lieblingsfiliale vorbei und lasst euch beraten.

Und hier noch ein paar weitere Mascara-Facts, die wir von Ingo Burbach gelernt haben:

Wie trage ich Mascara richtig auf? Ganz wichtig:  Den Kopf immer leicht nach hinten legen. So hat man mehr Raum zum Tuschen und wird nicht durch die Brauenpartie unterbrochen, weil die Bewegung einfach über sie hinausgehen kann. Und dann das Bürstchen nicht gerade, sondern in schnellen, kleinen Zickzack-Bewegung durch die Wimpern ziehen.

Wie lange kann ich meinen Mascara verwenden? Vom Zeitpunkt des ersten Öffnens ist ein Mascara im Schnitt sechs Monate haltbar. Ingo Burbach rät trotzdem dazu,  ihn nicht länger als drei Monate zu verwenden, weil sich im Laufe der Zeit Bakterien bilden können. Gerade im sensiblen Bereich der Augen sollte man da also vorsichtig sein und den Mascara lieber etwas früher erneuern als zu spät.

Was bringt ein Wimpernserum? Richtig, richtig viel. Die Seren, die das natürliche Wachstum der Wimpern unterstützen, funktionieren wirklich! Für Ingo Burbach ist ein Serum wie das von Revítalash Pflicht. Selbst er als Mann nutzt eines, damit seine Wimpern immer schön voll und gesund aussehen. Wichtig: Das Serum sollte nicht in die Augen gelangen. Viele Frauen tragen es direkt am Wimpernansatz und damit in direkter Nähe zum Auge auf. Falsch, sagt Burbach. Richtig ist es wie folgt: Stellt euch vor, ihr hättet eine Eyeliner-Linie aufgetragen. Über- beziehungsweise unterhalb dieser imaginären Eyeliner-Linie tragt ihr dann das Serum auf.

Was muss ich beim Abschminken beachten? Seid ein wenig geduldig, Mädels! Nicht sofort das mit Make-up-Entferner getränkte Pad übers Auge reiben, sondern es zunächst mindestens 10 Sekunden lang sanft aufs Auge drücken. Diese Zeit benötigt der Entferner, um den Mascara anzulösen. Wer zu schnell und zu heftig reibt, riskiert nur, dass die Wimpern abbrechen – und genau das möchten wir schließlich nicht.

Wir hoffen, dass unser kleines Mascara-Special auch euch bei der Wahl eurer Wimperntusche weiterhilft. By the way: Gibt es vielleicht noch weitere Make-up-Themen, die euch besonders interessieren? Wie wäre es mit der Frage: Wie finde ich die passende Foundation? Wenn wir ganz lieb fragen, kommt Ingo Burbach ja vielleicht noch mal für eine persönliche Beauty-Beratung bei uns vorbei.

Wunderschöne Grüße an euch und eure Wimpern

Nina

 

Mascara-Must-haves

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4 Kommentare

  • Antworten KaNo 23. Mai 2016 at 22:52

    Meine unteren Wimpern tusche ich schon seit langem nicht mehr. Dafür sind sie mir einfach viel zu kurz und das Auftragen zu viel „Fummelei“. Also lasse ich es. Und jetzt nach dem Hinweis von Ingo fühle ich mich in mein „Nicht-Tun“ sogar noch bestätigt. Letztendlich setze ich mit meinen 50+ andere Maßstäbe. 😉
    Meine oberen Wimpern hingegen sind gut geformt (ohne Wimpernzange) und schön lang. Wegen ihr habe ich schon viele Komplimente bekommen. Dabei sind sie mir von natura so gegeben. Früher habe ich sie mir sogar mal kürzen müssen, weil sie ständig an meinen Brillengläsern schrappten. Da machte Mascara nicht viel Sinn.
    Für mich kommt nur noch wasserfeste Mascara auf die Wimpern, zumal ich gerne und viel lache und auch mal die eine oder andere Träne dabei verkullere. Die besten Erfahrungen habe ich mit Elastomer-Präzisionsbürstchen gemacht. Hypnose Volume-À-Porter von Lancome zum Beispiel gefällt mir zum Beispiel sehr gut und das Ergebnis sieht einfach toll aus.
    Fürs Abschminken verwende ich nur noch ölfreien Make-up Entferner. Darauf gekommen bin ich durch ein paar M2 Beauté-Pads, die ich als Pröbchen bekam und mich sofort begeisterten. Seitdem kommt mir nur noch ölfreier Make-up Entferner an die Augen. Die getränkten Pads für ein paar Sekunden zum Einwirken aufs Auge legen, dabei entspannen und sanft vom Auge wegwischen reichen bei mir schon aus. Bloß nicht zerren, drücken, rubbeln oder reiben. Von geröteten Augen keine Spur.
    Übrigens, der Tipp wie man ein Wimpernserum anwenden sollte, beflügelt mich geradewegs dazu, mein Wimpernserum nun doch auszuprobieren.
    Vielen herzlichen Dank für den tollen Beitrag und bitte mehr davon.
    Liebe Grüße – KaNo

    • Nina
      Antworten Nina 24. Mai 2016 at 9:27

      Hallo KaNo!
      Wie schön, mal wieder was von dir zu hören 🙂 Ich freue mich, dass dir der Beitrag gefallen hat und die Tipps von Ingo Burbach interessant und hilfreich für dich sind. Wir von beautystories sind auch weiterhin begeistert von dem Termin und profitieren von unserem neuen Mascara-Wissen.
      Viele Grüße und bis bald
      Nina

  • Antworten Usi 23. Mai 2016 at 21:13

    Ich habe extrem empfindliche Augen und trage inzwischen gar keine Mascara mehr. Ich bin Jahre sehr gut mit Chanel und YSL klar gekommen, aber heute verursachen selbst Tuschen mit Tränenflüssigkeit starke Irritationen. Im Moment reichen die Duftstoffe in meiner Foundation um Schweinsäuglein zu produzieren. Ich hoffe, dass die Gräser und der Roggen bald ein bisschen abflauen.

    • Nina
      Antworten Nina 24. Mai 2016 at 9:33

      Hallo Usi!
      Ich drücke dir die Daumen, dass du in Zukunft vielleicht doch mal wieder einen Mascara findest, den du verträgst – und natürlich, dass die lästige Allergiezeit bald vorbei ist 😉
      Pollenfreie Grüße
      Nina

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