Düfte

Wie (g)oud das duftet!

18. Juli 2016
Oud-Düfte

Mehr wert als pures Gold: Oud – der momentan wohl gehypteste Duftstoff der Beauty-Branche. Ob Tom Ford, Francis Kurkdjian oder Yves Saint Laurent – inzwischen hat fast jedes Luxus-Label einen Oud-Duft (oder gleich eine ganze Kollektion) auf den Markt gebracht.

Doch was steckt hinter dem Phänomen „Oud“? Riechen Oud-Düfte wirklich muffig oder doch eher warm und sexy? Für euch habe ich einmal die wichtigsten Fakten rund um den Dufttrend zusammengefasst und vier Oud-Düfte genauer unter die Lupe genommen.

Ein arabischer Schatz

Oud ist ein Duftöl, das aus dem Harz des Adlerbaums gewonnen wird. Auf Souks (orientalischen Basaren) wird es schon seit über 2000 Jahren in Räuchergefäßen verbrannt. Arabische Frauen nutzen das schon lange zu ihrem Vorteil und parfümieren Körper und Kleidung, indem sie sich über die Gefäße beugen. Die richtige „Würze“ entwickelt das Harz allerdings nur, wenn es von einem relativ seltenen Schimmelpilz befallen wird – je stärker, desto besser! Dann kann Oud pro Kilo rund 50.000 Euro kosten. Kein Wunder also, dass man für die meisten Oud-Düfte nicht selten einen dreistelligen Betrag investieren muss. Ein sündhaft teurer Duftspaß!


Ein Duft, der Lust auf mehr macht

Sinnlich, aromatisch, sexy: Ob Herren, Damen- oder Unisexduft – Oud-Parfüms wird eine aphrodisierende Wirkung nachgesagt. Waren es zu Beginn eher Herrendüfte, die auf den bis dahin ungewöhnlichen Duftstoff setzten, sind es aktuell vermehrt Oud-Duftkreationen für Damen, die sich großer Beliebtheit erfreuen. Besonders beliebt: Kompositionen mit Vanille-Noten und orientalischen Gewürz-Akkorden – pure Oud-Düfte wären nämlich viel zu intensiv und teuer.

Bekannte Oud-Düfte

Yves Saint Laurent – M7 Oud Absolu

Der Klassiker: M7 von Yves Saint Laurent war 2002 eines der ersten Oud-Parfüms in Europa. Kurios: In der Werbekampagne des unter der kreativen Leitung von Tom Ford entwickelten Parfüms wurde kein Wort über den besonderen Inhaltsstoff verloren. Vielmehr sorgte der splitterfasernackte Mann auf den Werbeplakaten für Aufsehen. Der Zusatz „Oud Absolu“ wurde erst nachträglich hinzugefügt.

Maison Francis Kurkdijan Paris – Oud Collection

Er gilt als einer der größten Parfümeure unserer Zeit: Francis Kurkdjian. Sein Name ist ein Synonym für kostbare Kompositionen auf höchstem Niveau. Kein Wunder also, dass sich das Genie nicht nur mit einem einzigen Oud-Duft in seinem Sortiment zufrieden gibt – er bringt einfach direkt eine ganze Kollektion raus. Ob Satin Mood, Velvet Mood, Silk Mood oder Cashmere Mood alle Parfüms sind Unisex-Düfte und besonders charakterstark.

Juliette has a gun – Another Oud

Die Marke Juliette Has a Gun verzaubert mit modernen und romantischen Duft-Kompositionen, die verführen sollen. Welcher Duftstoff würde beim Thema „Verführung“ schon besser passen als Oud? Das haben sich wohl auch die Verantwortlichen bei Juliette has a gun gedacht: Another Oud ist eine charismatische und sehr zeitgemäße Duft-Komposition mit zitrischen und holzigen Noten – vorprogrammierter Duftrausch!

Tom Ford – Oud Wood

Kreierte er M7 damals noch für eine andere Marke, hat Tom Ford inzwischen auch seinen eigenen Oud-Duft auf den Markt gebracht: Oud Wood. Die Komposition des beliebten Designers eröffnet sein Bouquet mit exotischem Rosenholz und sinnlichem Kardamom, kombiniert mit üppigem chinesischem Pfeffer. Im Herzen wird die Haut sanft mit viel Wärme und einer rauchigen Komposition von kostbarem Agarholz, Sandelholz und Vetiver umhüllt. Besonders intensiv!

Mein Fazit – (G)Oud oder nicht (G)Oud?

Ich muss gestehen, dass ich mich erst einmal an den wirklich sehr intensiven Duft der Parfüms gewöhnen musste – ich empfinde sie als sehr rauchig. Am besten gefällt mir M7 von Yves Saint Laurent – vermutlich, weil dieser noch am stärksten für den Mainstream entwickelt wurde. Die anderen Oud-Düfte sind für meinen Geschmack etwas zu intensiv. Am Ende muss ein Duft aber einfach auch zur Person passen: Satin Mood riecht an meiner Kollegin Steffi zum Beispiel richtig gut!

Habt ihr schon Erfahrungen mit Oud-Düften gemacht?

 

LG

Felix

 

IM TREND: OUD-DÜFTE

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1 Kommentar

  • Antworten KaNo 19. Juli 2016 at 8:21

    Hallo Felix,
    lese ich das Wort „oud“ denke ich als gebürtige Niederländerin sofort an „Alt“. Riecht etwas nach Schweiß oder ist auch noch von Schimmel befallen, dann muss ich allerdings die Nase rümpfen, denn mittelalterlicher Gouda und vor allem Schimmelkäse sind überhaupt nicht mein Fall. 🙂
    Direkt ausgetestet habe ich Oud-Düfte noch nicht und nachdem ich nun Deinen interessanten Bericht gelesen habe wird dies wohl leider auch so bleiben. Vielleicht aus deshalb, weil mir ein „stinknormaler“ Duft die Tour vermasselt hat?
    Ich bekam letztens die Leoparden-Edition von Glamour & Heels geschenkt. Beim Aufsprühen kam mir ein schrecklicher Schweißfuß-Müffel entgegen. Obwohl es mit Sicherheit kein Oud-Duft ist, gedanklich Schweißsocken par excellence um den Hals zu tragen lässt mich eher nach einer ausgiebigen Duscherei sehnen. 😉
    Bei aller Liebe für Düfte, ich bleibe bei meinen Standarddüften: frisch, blumig, sanft-orientalisch, aquatisch, fruchtig und deutlich innerhalb meines Budgets liegend.
    Ich wünsche Dir einen sonnigen Tag – KaNo

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